POLITISCHE GEFANGENE


image

Jedes Jahr werden Hunderte von Menschen auf der ganzen Welt willkürlich und zu Unrecht inhaftiert, nur weil sie Kritik an den Machthabern üben und staatliches Fehlverhalten aufdecken. Sie werden zu politischen Gefangenen und prisoners of conscience, nur weil sie ihre politischen, religiösen oder sonstigen Überzeugungen friedlich zum Ausdruck gebracht haben, oder wegen ihrer Identität. Das Problem der politischen Gefangenen und Gefangenen aus Gewissensgründen ist in vielen Teilen Osteuropas und Eurasiens von besonderer Bedeutung. Seit den gefälschten Wahlen in Belarus im August 2020 und den darauffolgenden Protesten und der gewaltsamen Niederschlagung wurden Tausende von Menschen zu Unrecht inhaftiert. Im Juli 2021 gelten derzeit fast 600 Menschen als politische Gefangene, und diese traurige Zahl steigt jeden Tag. Aber auch in Russland, der Türkei und Aserbaidschan wurden Menschenrechtsverteidigerinnen, Oppositionsführer, Journalistinnen, Aktivisten und andere Opfer von Verfolgung und willkürlichen Verhaftungen. Sie sind zu Gefangenen aus Gewissensgründen geworden. Die Publikation "Prisoners of Conscience" des Regionalbüros für Ost- und Südosteuropa der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit macht auf die Notlage einiger dieser mutigen Menschen aufmerksam, die zu Unrecht inhaftiert sind. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass ihre Geschichten in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, denn ein politischer Gefangener ist einer zu viel.